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Teil 1 - Der Grund, warum 70 % der Käufer beim Gebrauchtwagenkauf zu viel bezahlen.

 

Jetzt erfährst du, woran das liegt und wie du es beim nächsten Mal viel besser machen kannst. Das Thema Autokauf ist bei näherer Betrachtung vielschichtiger, als es auf den ersten Blick scheint.

Ich verzichte hier ganz bewusst auf das übliche Blabla, welches man sonst bei Tipps zum Autokauf im Netz findet. Dieser Artikel soll anders sein. Er soll dich wachrütteln und ist deshalb in Teilbereichen bewusst provokant.

Ich werde diesen Blogbeitrag aus Gründen der Übersichtlichkeit in zwei Teile splitten. Das Thema ist aber viel zu wichtig. weil man einfach zu viel Geld versenken kann. Deshalb jetzt dieser ausführlichere Beitrag.

Die beiden Artikel sollen dir dabei helfen, den nächsten Autokauf aus einer völlig anderen Perspektive zu sehen, und zwar aus Sicht eines Kfz-Sachverständigen.

Du wirst lernen, wie ein „Profi“ an den Gebrauchtwagenkauf herangeht und was der Durchschnittskäufer (also du) in der Regel falsch macht.

Und viel wichtiger:

Du erfährst auch, wie man es besser machen kann. Ich will ein Bewusstsein dafür schaffen, dass man durch die richtigen Tricks und das entsprechende Wissen den Spieß ganz leicht umdrehen kann. Was heißt das für dich? Du wirst beim nächsten Autokauf ein viel besseres Gefühl haben. Genau das will ich dir vermitteln. Wie und warum, erfährst du in den beiden Artikeln.

Und du wirst verstehen, dass man den Kaufpreis mit einfachen Mitteln senken kann. Ich kann dabei leider nur an der Oberfläche kratzen. Aber du erhältst einen Einblick in die Mechanismen, die hier wirken.

Stürzen wir uns also rein. Ich wünsch dir viel Spaß beim Lesen.

Legen wir los.

2014 haben über 7 Millionen gebrauchte Autos den Besitzer gewechselt 

Nach 2013, das Jahr mit den meisten Besitzumschreibungen. Aus eigener  Erfahrung  kann ich abschätzen, dass ca. 70% der Gebrauchtwagen Mängel aufweisen. Die häufigsten sind unterschiedlichste technische Mängel und versteckte Unfallschäden. Ab und zu gibt es immer wieder Tachomanipulationen. Der (noch) Laie erkennt sie in der Regel nicht. Technische Überwachungs-Vereine weisen auch immer wieder auf die Risiken hin; die Angst ist also nicht fiktiv, sondern real. Ein gebrauchtes Auto zu kaufen ist daher, zu Recht, für viele eine regelrechte Tortur.

Man bekommt schon Magenkrämpfe,  wenn man nur daran denkt.

Diese Fragen gehen vielen unbewusst und unterbewusst durch den Kopf, wenn sie sich ein neues gebrauchtes Auto kaufen wollen.

  • Was kann ich tun, um nicht übers Ohr gehauen zu werden?
  • Wie kann ich mir sicher sein, dass das gebrauchte Auto kein Fehlkauf ist?
  • Wie verschaffe ich mir endlich ein gutes Gefühl beim Gebrauchtwagenkauf?
  • Wie bekomme ich den besten Gebrauchtwagen? Und zahle trotzdem nicht zu viel?
  • Wie vermeide ich Fehler beim Gebrauchtwagenkauf?

 

In der Regel ist ein gebrauchtes Auto keine kleine Anschaffung. Es kostet im Durchschnitt ca. 9.000€.

Deshalb muss  gut überlegt werden, für welches Auto man sein Geld ausgibt.
Wenn man sich endlich für ein Modell entschieden hat, ist die nächste Frage, die man sich beantworten muss, wie zuverlässig das auserwählte Modell ist.

  • Was sind typische Mängel?
  • Was geht häufig kaputt?


In Internetforen findet man dazu jede Menge Informationen. Leider decken sich diese Infos nicht immer und verwirren stattdessen nur noch mehr. Das führt dann zu noch mehr Unsicherheit. Wenn man Glück hat, kennt man jemanden, der sich mit Autos auskennt.

Aber was heißt eigentlich: „Der kennt sich aus“? Was macht so jemand anders als der Laie? „Der weiß halt, wo man hinschauen muss“, höre ich häufig. Aha. Dazu später mehr.

Der Autokauf besteht nicht nur aus dem reinen Begutachten des Fahrzeugs vor Ort.

Typischerweise gibt es folgende Abschnitte.

  • Vorbereitung
  • (Fach-)Wissen
  • Besichtigung
  • Preisverhandlungen
  • Kaufentscheidung


In diesem Artikel werde ich auf die ersten beiden Punkte eingehen. Im zweiten Teil auf die Punkte drei und vier. Schauen wir uns die ersten zwei nun etwas genauer an, das sind nämlich noch die harmlosesten.

Vorbereitung

Bei den meisten Käufern ist es damit getan, dass sie sich für ein Modell entscheiden und sich dann nach den typischen Mängeln erkundigen. Fertig. Das ist schön und gut. Aber erkennt man diese Mängel dann auch vor Ort? Viel wichtiger ist aber noch, dass jedes Fahrzeug, wie auch wir Menschen, einzigartig ist. Jedes hat seinen ganz individuellen Lebenslauf und daher auch individuelle Mängel vorzuweisen. Mängel, auf die man auf den ersten Blick gar nicht kommen würde.

  • Wie sieht es beispielsweise mit Nachlackierungen aus?
  • Oder was ist, wenn das Auto vorher einen Unfall hatte? Wie schwer war der wirklich?


Kannst du das auch noch richtig einschätzen?

Um es kurz zu machen: Der Laie kann es nicht, weil er das Wissen dazu (noch) nicht hat.

Du siehst, die typische Vorbereitung ist daher in der Regel zu kurz gesprungen. Zusätzlich sollte man sich bspw. schon  Gedanken zum Wiederverkauf des Autos machen. Das wird immer wichtiger. Warum?

Hier mal drei kurze Anregungen:

  • Wie lange möchte ich das Auto fahren? Möchte ich nur kurz meinen Spaß damit haben und es relativ schnell wieder verkaufen? Oder möchte ich es mehr als 2 Jahre fahren?
  • Was wird zu diesem Zeitpunkt des späteren Verkaufs dann von der Allgemeinheit als selbstverständliche Sonderausstattung angesehen? Früher war das beispielsweise die Klimaanlage. In naher Zukunft werden es meiner Meinung nach mehr und mehr Assistenzsysteme sein. Diese werden immer besser und machen das Autofahren im hektischen Alltag deutlich angenehmer und auch sicherer.
  • Wie sieht es mit der Entwicklung der Kraftstoffpreise aus? Kann und will sich der nächste potenzielle Käufer das Auto in der Zukunft überhaupt noch leisten? Oder bleibe ich darauf sitzen und muss, um es überhaupt noch loszuwerden, große Preisnachlässe in Kauf nehmen? So erging es einer Freundin von mir kürzlich.


Diese und andere Fragen sollte man sich daher bewusst vorher beantworten.

Sonst schaut man später ganz schön „doof“  aus der Wäsche. Das kannst du dir sparen.

Wie vorhin schon erwähnt, ist das Internet voller Infos. Nie war es vermeintlich so leicht, sich Fragen selbst zu beantworten. Jeder ist ruckzuck ein Experte. Oder?

Wie belastbar die Infos sind, merkt man immer dann, wenn man etwas im Detail wissen möchte. Also, wenn es um ein ganz individuelles Problem geht. Das hat sicher jeder schon einmal erlebt, dann herrscht häufig Stille oder heilloses Durcheinander.

Der Durchschnittskäufer geht in ein Autohaus mit dem unbestimmten Gefühl in der Magengegend, dass der Kauf dort sicherer ist. Dort werde ich ganz sicher nicht übers Ohr gehauen. Aber woher kommt denn dieses unbegründete Gefühl? Warum fühlen wir uns in einem Autohaus vermeintlich sicherer als bei einem privaten Anbieter?

Argument Nr. 1 ist da immer:

Da bekomme ich Garantie!!! Aha. Was die in Wahrheit wert ist, merkt man immer dann, wenn man einen Schaden hat. Bei modernen Autos geht es da sehr schnell um höhere Beträge. Die Gebrauchtwagengarantie  umfasst  nur bestimmte Schäden, und das auch noch gestaffelt nach Laufleistung und Alter. Kurz gesagt: Je mehr Kilometer, umso weniger Kosten übernimmt die Gebrauchtwagenversicherung. Ab 100.000 km (was für heutige Autos überhaupt kein Problem mehr ist) wird in der Regel nichts mehr übernommen. Und präventiv lassen sich keine Teile durch die Gebrauchtwagenversicherung tauschen. Da macht kein seriöses Autohaus mit.

Und zu guter Letzt bezahlst du diese vermeintliche Sicherheit mit einem höheren Kaufpreis.

Im Übrigen kann man, unter gewissen Voraussetzungen, auch für ein privat gekauftes Auto im Nachhinein eine Gebrauchtwagenversicherung abschließen.

Wie bei jedem Fachhandel handelt es sich auch bei einem Autohändler um einen Fachmann. Nach außen  präsentiert  er  sich als Fachmann  für Autotechnik. Ganz abwegig ist das nicht. Er ist  aber noch Fachmann  auf einem ganz anderen Gebiet. Und zwar ist  er  Profi  im Verkauf.

Sicher hast du schon einmal eine Reportage über einen Supermarkt gesehen und wie die Kunden dort bewusst in Kauflaune gebracht werden sollen. Durch ausgesuchte Musik, Beleuchtung usw.

Du ahnst es schon: Beim freundlichen Autohändler um die Ecke ist das ganz genauso. Alles ist perfekt „angerichtet“ und die Verkäufer sind bestens geschult, und zwar aufs Verkaufen. Darauf gehe ich im zweiten Teil näher ein. Für den Moment soll`s gut sein.

Ich halte daher den Kauf eines Autos, was das Risiko angeht, beim Händler und beim Privatverkäufer für gleich groß. Für mich existiert dort kein Unterschied.

Machen wir mit der Technik weiter.

Fachwissen und Besichtigung

Manchmal stolpert man über eine kostenlose Checkliste. Die soll Sicherheit bringen. Aber was nützt eine Checkliste, wenn man das notwendige Fachwissen nicht hat? Man liest zwar, was man sich anschauen muss, kann aber das Gesehene vor Ort häufig nicht richtig einschätzen. Wie bewertet man denn vermeintliche Mängel richtig, bzw. bist du dir sicher, ob du das vor Ort überhaupt richtig einschätzen kannst?

Kleines Beispiel gefällig?! (Auszug aus einer Checkliste eines großen deutschen Automobilclubs)
Zitate in „…“

Türschweller, Front-/Heckblech: nachträglich aufgebrachter Unterbodenschutz. Beliebte Methode, um Rostschäden zu verdecken. Besonders gefährlich, da sich nicht abschätzen lässt, was sich darunter verbirgt!“

Aha. Und wenn der „Pfuscher“  ein paar Kilometer mit dem Auto gefahren ist und sich der Schmutz wieder auf den Unterbodenschutz legt, dann sieht der Laie den nachträglich aufgebrachten Unterbodenschutz wieder nicht. Toller Tipp.

Mein Tipp: Nimm zum Unterbodencheck einen Schraubenzieher mit und drück den Unterboden einfach Stück für Stück ab. Stößt du auf Rost, dann knistert er. Bleibt alles ruhig, ist alles gut.

Reifenflanken mit schwarzer Reifenfarbe geschwärzt. Vorsicht, Profi!
Aha. Und jetzt? Was soll mir dieser Punkt noch sagen? Ja. Ich soll vorsichtig sein. Und weiter? Das machen übrigens auch manche Autoliebhaber, weil sie den Look eines vermeintlich  neuen Reifens mögen und ihn imitieren wollen.

Mein Tipp: Viel wichtiger ist neben dem Reifenalter und der Profiltiefe, wie das Auto vom Vorbesitzer bewegt wurde. Das kann man anhand des Reifenbilds nämlich wunderbar „ablesen“. War es eher ein Kurvenhetzer? Ist die Spur verstellt (woher kann das kommen)? Wie hat er sich um sein Auto gekümmert? All das hat nämlich einen großen Einfluss auf den Zustand des Fahrwerks und dessen Achsteile. Man muss kein Profi sein, um den Reifen lesen zu können. Man kann sich durch einen richtigen Blick aber teure Reparaturen sparen.

Unterboden/Radhäuser: Reparatur-Spuren. Unterbodenschutz sieht komplett oder stellenweise (unterschiedliche Struktur/Färbung) erneuert aus? Kosmetik der ganz gefährlichen Art! Falls Reparatur-Schweißungen erkennbar sind: weitere fachmännische Beurteilung notwendig.“

Danke, liebe Checkliste. Die Verunsicherung ist jetzt nahezu perfekt.

Mein Tipp: Heutige Fahrzeuge sehen von unten „farblich“ ab Werk schon sehr „unterschiedlich“ aus. Unterbodenschutz wird nur noch dort aufgetragen, wo er (nach Meinung der Hersteller) noch notwendig ist, dem Sparsinn der Hersteller sei Dank. Schau dir dazu das folgende Bild an.

Unterboden

Mit solchen Beispielen könnte ich reihenweise fortfahren.

Was also tun?

  • Nimm jemanden mit, der sich wirklich auskennt. Oft genug habe ich aber erlebt, dass sich der selbst ernannte Experte (leider oft auch gelernte Kfz-Mechaniker) nicht durch große Kenntnisse auszeichnete. Blöd, wenn einem das erst bei der Besichtigung auffällt. Dann ist es zu spät.
  • Ein Gebrauchtwagencheck bei einem Technischen Überwachungs-Verein ist eine weitere Möglichkeit, ist aber mit Planungs-, Zeit- und Geldaufwand verbunden. Und bei den Preisverhandlungen helfen einem die Jungs leider auch nicht. Da steht man wieder alleine da.
  • Man kann noch einen Kfz-Sachverständigen mitnehmen. Hier müssen die Kosten des Sachverständigen dem Kaufpreis des Fahrzeugs gegenübergestellt werden.
  • Dann gibt es noch den cleveren und günstigsten Weg. Man lernt einfach selbst, sich „auszukennen“. Dieser Weg ist für all diejenigen, die sich selbst etwas zutrauen, an sich glauben und offen sind für Neues. Und für die, die in ihrem Leben gerne selbst die Verantwortung übernehmen. Ja, genau. Da betreten wir Neuland. Aber Laufen, Sprechen und Schreiben haben wir auch alle mal gelernt. Es gibt Lektüre, die sehr anschaulich und einfach die Bewertung eines Autos und vor allem wichtige Zusammenhänge zeigt.


Wissen ist ja bekanntlich Macht.
Sich dumm zu stellen ist eigentlich nur feige.

Das soll`s fürs Erste gewesen sein. Im zweiten Teil geht es um das Thema Preisverhandlungen.

Dort gehe ich darauf ein, warum der eine besser verhandelt als der andere. Woher die Angst vor dem Verhandeln kommt. Und was man tun kann, dass die nächsten Preisverhandlungen auch für dich deutlich besser laufen werden.

Ich hoffe, dir damit eine etwas andere Sichtweise auf das Thema Gebrauchtwagenkauf und Autokauf im Generellen gegeben zu haben.

Schreib  mir in die Kommentare, was du davon hältst.

Hier geht´s zum zweiten Teil. 

Herzlichst,

Michael Pavlovic

Zum Autor:

Ich bin Entwicklungsingenieur in der Automobilindustrie und Kfz-Sachverständiger. Ich habe viele Menschen beim Gebrauchtwagenkauf begleitet und unterstützt. Häufig kamen während der  Beratungen des Gebrauchtwagenkaufs  die gleichen  Fragen.

Das war die Initialzündung für den Ratgeber Autokauf mit Grips. Er behandelt das Thema Autokauf gesamtheitlich. Der Leser lernt, sich richtig und gezielt vorzubereiten. Er lernt, die Technik eines Autos spielend zu bewerten, und zu guter Letzt, wie man den Kaufpreis überdurchschnittlich senken kann. Mir war beim Schreiben des Buches sehr wichtig, dass es leicht zu benutzen ist. Daher sind alle Inhalte praxiserprobt und leicht anwendbar. Ich hoffe, damit den Gebrauchtwagenmarkt sicherer und übersichtlicher machen zu können. Eins ist mir in den letzten Jahren sehr bewusst geworden. Dort, wo es um viel Geld geht, sind windige Zeitgenossen nicht weit.

Posted by  Michael Pavlovic, In: Tags: With 0 Comments

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