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Geschichten eines Kfz-Sachverständigen

Oder: Es gibt nichts, was es nicht gibt.
Warum man im Leben charakterfest sein muss.

Wenn Menschen einen Unfall mit ihrem Auto haben, dann ärgern sie sich in der Regel sehr darüber. Die meisten wollen das Thema einfach so schnell wie möglich hinter sich bringen. Denn eigentlich ist ein Unfall nur lästig und lenkt uns von schönen Dingen im Leben ab.

Dann gibt es aber auch Zeitgenossen, die damit das schnelle Geld machen wollen. Zum Glück ist das nicht an der Tagesordnung, es kommt aber leider immer wieder vor. Ich habe euch mal meine drei Topstorys zusammengefasst, damit ihr seht, dass es nicht immer nur um kaputte Autos geht.

 

Links ein Einschlag, rechts aber auch ein Schaden

Wir trafen uns wie geplant am vereinbarten Treffpunkt. Auf dem Weg zum Auto stellte ich Fragen zum Hergang des Unfalls. In diesem Fall fuhr ein anderes Auto gegen den linken Kotflügel des Fahrzeugs. Ich schaute mir die Schadstelle an und machte erste Fotos.

Dann führte mich der gute Herr auf die andere Seite zur rechten Tür. „Da!“, sagte er. Und zeigte dabei auf seinen Zierstab der rechten Türe, der in der Tat weghing. „Das ist seitdem auch noch kaputt.“ Ich fragte ihn daraufhin, wie er sich das erklären könne. Er meinte, es sei durch die Kräfte des Einschlags geschehen.

Ich erklärte ihm daraufhin, wie stark der Einschlag in etwa hätte sein müssen, damit sich auf der anderen Seite der Zierstab der Tür löst. Ich sagte ihm, dass sein Auto bei so einem Aufprall nicht nur eine Delle im Kotflügel hätte, sondern mit großer Wahrscheinlichkeit der ganze Vorbau krumm sein würde. Ich frage ihn daraufhin, ob er sich immer noch sicher sei, dass der Zierstab davon defekt sei. Er schaute mich schuldig an, wurde rot und meinte leise: „Nein.“ Ich sagte: „Gut. Dann sind wir uns ja einig.“ Der Rest verlief wie gewohnt.

Manchmal frage ich mich, was den Leuten durch den Kopf geht, wenn sie etwas dazudichten. Sind das spontane Reaktionen oder von langer Hand geplante Vorhaben?

Der kalkulierte Schaden ist gering.

Eine der ersten Fragen, die man als Kfz-Sachverständiger vom Geschädigten zu hören bekommt, ist häufig die, wie hoch denn der Schaden sei. Zu Beginn meiner Tätigkeit äußerte ich mich noch nach meinem Bauchgefühl. Je nachdem, wer mir da gegenüberstand, bekam ich unterschiedliche Reaktionen. Meistens bekam ich ein erstauntes: „Was, so viel?“ Leider auch immer wieder. „Was? Nur?“

Die zweite Kategorie von Menschen (im Übrigen zum Glück in der Minderheit) macht einem im Vorfeld oft klar, dass sie nicht betrügen wollen und von Herzen grundehrliche Menschen sind. Mittlerweile sage ich zur Schadenshöhe nichts mehr, bis ich den Schaden kalkuliert habe. Ich rufe die Leute dann wie vereinbart an, um ihnen das Ergebnis schon mal am Telefon mitzuteilen.

Leider kommt es auch hier immer wieder zu beiden Reaktionen. Von Verständnis bis zu völliger Enttäuschung, dass es nur so wenig ist, ist alles dabei. Bei der zweiten Kategorie hat dann oft ein „Bekannter“ gesagt, dass das mindestens doppelt so viel sein müsse. Er sei nämlich Lackierer. Ich erkläre dann detaillierter, wie ich zum Ergebnis komme und dass man beispielsweise wegen einer kleiner Delle in der Tür nicht gleich die gesamte Tür austauschen müsse. Meistens sind dann alle Unklarheiten bereinigt.

Ich frage mich dann immer, woher diese Erwartungen kommen. Hast du eine Idee?

Auftrag nur gegen Bezahlung

Der wohl witzigste Fall, den ich je hatte, war folgender: Ich schaute mir mit einem Kunden einen Gebrauchtwagen an. Nach kurzer Besichtigung stellte der Verkäufer fest, dass ich mich „schon“ auskennen würde. Daraufhin gab ich zu erkennen, dass ich Kfz-Sachverständiger sei und ich diese Dienstleistung anbiete.

Wir waren uns schnell einig, dass das besichtigte Fahrzeug nichts für meinen Kunden war. Danach folgte noch ein wenig Smalltalk. Der Verkäufer fragte mich, ob er ein paar Visitenkarten von mir bekommen könne. Man wisse ja nie. Daraufhin gab ich ihm einige .

Er hielt sie in der Hand, schaute zu Boden und ließ sie sich durch die Finger gleiten wie ein Kartenspiel. Anschließend schaute er mich von unten an und grinste. Daraufhin fragte er verschmitzt, wie viel er denn für die Vermittlung eines Auftrags bekommen würde.

Ich staunte nicht schlecht. Offensichtlich gibt es das tatsächlich.

Ich lächelte ihn an und streckte die Hand aus. Mit der Geste machte ich deutlich, dass ich meine Visitenkarten wieder zurückhaben wolle. Das verstand er nicht sofort. Ich sagte ihm, er solle mir die Karten geben, ich schreibe es ihm auf.

Als ich sie wieder in der Hand hatte, schaute er mich erwartungsvoll an. Als nichts geschah, fragte er: „Wie viel denn nun?“ Ich fragte nur: „Sehen Sie mich schreiben?“ Er: „Nein, Sie machen nichts!“ Ich: „Sehr aufmerksam. Und genau so viel bekommen Sie.“

Das verstand er dann.

Mein Kunde und ich verabschiedeten uns und wunderten uns im Auto nicht schlecht über diesen Kauz.

 

Was lernen wir daraus?

Zum Glück sind solche Geschichten die Ausnahme. Ich wollte sie euch aber nicht vorenthalten. Ich kann euch daher nur sagen: Bleibt einfach ehrlich, denn das währt bekanntlich am längsten.

Wie findet Ihr den Artikel? Schreibt mir in die Kommentare oder lasst mir ein Like da.

In diesem Sinne. Immer schön sauber bleiben.

Herzlichst,

Michael

P.S.

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Posted by  Michael Pavlovic, In: Tags: With 0 Comments

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